Clientis vereinfacht Produktdatenmanagement

Unzählige Varianten machen die Erfassung von Produkten im SAP-System bei vielen Textilherstellern zur aufwendigen Tortur. Clientis optimierte für die Holy Fashion Group ein Eingabe-Cockpit für das Produktdatenmanagement, sodass die Eingabe der Daten enorm erleichtert und teilweise automatisiert werden konnte.

Viele Produktvarianten verursachen hohen Aufwand bei der Datenerfassung

Als großer Bekleidungshersteller verfügt die Holy Fashion Group (HFG) über eine enorme Anzahl an unterschiedlichen Produkten. Kleidungsstücke wie beispielsweise Herrenanzüge, aber genauso einfache T-Shirts, werden jeweils in vielen Variationen mit unterschiedlichen Stoffen, in mehreren Größen und Farben und mit unterschiedlichen Applikationen gefertigt. Durch die vielen Kombinationsmöglichkeiten entstehen immer neue Produktvariationen (Stücke), die alle einzeln in der Stückliste der SAP AFS-Standardsoftware erfasst werden müssen.

Die Holy Fashion Group nutzt SAP Apparel and Footwear (AFS), den SAP-Standard für die Bekleidungsindustrie. Obwohl eigens auf die Bedürfnisse der Branche zugeschnitten, ist zum Beispiel die Pflege der Produktstücklisten in diesem System sehr aufwendig. Jede Variante eines Kleidungsstücks wird dabei händisch mit allen nötigen Informationen versehen: Größen, Farben sowie Applikationen wie Innenfutter, Knöpfe, Reißverschlüsse oder zum Beispiel Aufnäher müssen von den Mitarbeitern händisch eingegeben werden. Die dafür nötigen Eingabemasken liegen dabei nicht etwa übersichtlich an einem Ort, sondern teilweise in verschiedenen Fenstern, was zusätzlichen Aufwand verursacht.

 

Alle wichtigen Informationen an einem Ort

Die Holy Fashion Group wandte sich deshalb mit der Bitte an Clientis, das vorhandene Produktdatenmanagement-Cockpit (PDM-Cockpit) um Funktionen zu ergänzen und zu optimieren, um diesen Prozess zu vereinfachen. Die neue Oberfläche sollte alle wichtigen Informationen übersichtlich an einem Ort vereinen und zusätzlich dabei helfen, umständliche Doppeleingaben zu vermeiden. Das Unternehmen versprach sich davon eine deutliche Vereinfachung der Datenerfassung, weniger Komplexität und eine spürbare Verbesserung der Usability für die Mitarbeiter.

In nur sechs Monaten entwickelte Clientis daraufhin eine Oberfläche, die alle relevanten Parameter auf einen Blick vereint. Ausgangspunkt ist dabei jeweils der Schnitt bzw. Style eines Produkts. Darauf aufbauend lassen sich über eine Matrix alle Varianten leicht und übersichtlich einpflegen. Um dies zu erreichen, musste Clientis zunächst eine neue, virtuelle Stücklistenstruktur entwerfen. Dazu zerlegten die Entwickler die Produktmatrix in Einzeldimensionen, die leicht gepflegt werden können. Einmal erfasst, werden die Daten danach vom System in der Stückliste wieder zusammengeführt.

Dank der neuen Struktur ist es nun auch möglich, Abhängigkeiten etwa der Größe oder Farbe vorab zu definieren. Wenn beispielsweise für bestimmte Anzuggrößen immer die gleichen Reißverschlusslängen verarbeitet werden, kann dies vorab festgelegt werden. Nach dem gleichen Prinzip können alle Farben, die für einen bestimmten Oberstoff zur Verfügung stehen, vorab eingepflegt werden. Das System errechnet aus diesen Informationen automatisch die Stückvarianten und stellt sie den Erfassern zur Verfügung. So brauchen die Mitarbeiter die einzelnen Stücke nur noch um wenige individuelle Daten zu ergänzen.

 

Perfekte Lösung dank 20 Jahren Erfahrung in der Fashion & Sports Industrie. Als ausgewiesener Experte für die SAP-Branchenlösung Apparel and Footwear verfügt Clientis über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Anpassung des Tools an die Bedürfnisse von Unternehmen der Fashion-Industrie. Dank ihrer tiefen Kenntnisse über das AFS- Tool, das sie zum größten Teil selbst mitentwickelt haben, meistern die Experten von Clientis auch komplexe Herausforderungen souverän.

Nach nur sechs Monaten Entwicklungszeit wurde im Februar 2015 die erste Version in den Live-Betrieb überführt – vorerst mit einer beschränkten Anzahl an Produkten. Doch der nächste Schritt ist schon in Arbeit. Ab Juli 2015 wird das PDM-Cockpit auch saisonale Variationen abbilden können und die Arbeit der Datenerfasser der Holy Fashion Group weiter vereinfachen. Mussten bis dahin alle Produkte schon bei leichten Veränderungen vollständig neu in der Stückliste angelegt werden, können die Daten fortan ganz einfach angepasst und als neue Version gespeichert werden.

 

Fazit

Schon mit der ersten von Clientis optimierten Version des PDM-Cockpits gelang es der Holy Fashion Group, die für die Erfassung der Stücke erforderliche Zeit sowie die Fehlerquote deutlich zu senken. Das neue Release, das im Sommer zum Einsatz kommen wird, sowie die kontinuierliche Ausweitung auf weitere Produktgruppen werden diesen Effekt weiter vergrößern.

"Clientis verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung mit der SAP-Branchenlösung Apparel and Footwear. Davon profitieren auch unsere Kunden aus der Textilindustrie. Sie können sich darauf verlassen, dass wir Ihnen schnell und zuverlässig mit passenden Lösungen zur Seite stehen."
Miodrag Dick CEO Clientis AG

Holy Fashion Group

Die Holy Fashion Group ist ein Textilunternehmen aus Kreuzlingen in der Schweiz. Das Unternehmen zählt zu den bedeutendsten Mode- und Lifestyleunternehmen. Es designt, produziert und vermarktet weltweit Fashion- und Lifestyleprodukte unter den Marken JOOP!, Strellson und Windsor.

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