Integriertes Rezepturprogramm

Eine eigenständige Anwendung sorgt bei dem bekannten Babynahrungshersteller Hipp für mehr Effizienz bei der Entwicklung von Rezepturen.

Ausgangslage

HiPP ist bekannt für seine gesunden und wohlschmeckenden Nahrungsmittel für Babys und die gesamte Familie. Das aktuelle Programm umfasst eine Vielzahl an unterschied-
lichsten Artikeln für Babys und auch für Erwachsene. Nahezu täglich kommen aus dem Marketing und von engagierten Müttern neue Produktideen oder bestehende Rezepte werden angepasst. Bei der Entwicklung von Säften oder Nahrungsmitteln werden viele verschiedene Bestandteile verwendet. HiPP baut die Rezepturen nach ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen auf und berücksichtigt auch länderspezifische Besonderheiten, um den Geschmack der Kunden optimal zu treffen. Ferner stellt der Gesetzgeber klare Anforderungen an Nährwertdaten, Deklaration und vieles mehr: Lebensmittelgesetz, Diätverordnung, EU Richtlinie, Lebensmittelkennzeichnungsverordnung sind nur einige der maßgeblichen rechtlichen Verordnungen, die genau beachtet werden müssen. Wegen der ständig steigenden Komplexität war man mit dem alten Rezepturprogramm nicht mehr zufrieden und suchte nach neuen Wegen, die Aufgabenstellungen effizienter zu lösen.

Aufgabe und Zielsetzung

Die Aufgabe an Clientis beschreibt der IT-Projektmanager von HiPP, Werner Müller, kurz und bündig: Ablösung der alten Anwendung und Einbindung der Lösung in das bestehende SAP-System. Man erwartete durch die Integration eine schnellere und komfortablere Anwendung. Nach einer ersten Analyse erstellte Clientis ein Grobkonzept, das die Anforderungen fixierte und das Budget definierte.


Umsetzung

Ein Projektteam gründete sich: seitens HiPP waren vier Fachabteilungen eingebunden; von seiten Clientis waren zwei Spezialisten delegiert. Als besonders vorteilhaft zeigte sich, dass die komplette Entwicklung durch einen Clients-Mitarbeiter vor Ort erfolgte. So konnten Anforderungen direkt besprochen werden und es entstanden zahlreiche zusätzliche Funktionalitäten, die die Anwendung noch komfortabler als erwartet machten. Viel Zeit verwandte man auf die sorgfältige Analyse der Anforderungen, denn das Thema Rezeptur gilt in der Nahrungsmittel-Industrie als durchaus komplex. Als Basis für die Entwicklung wählte man schließlich EH&S. Letztlich konnte das Projekt mit dem geplanten Aufwand erfolgreich realisiert werden. Die Anwendung läuft aufgrund der umfangreichen Vortests fehlerfrei und erfreut sich durch den erfolgreichen Produktivstart einer hohen Aktzeptanz bei den Mitarbeitern.

Nutzen

Durch die Einbindung in den SAP-Standard kann schneller auf die Daten zugegriffen, können Berechnungen schneller durchgeführt und die Prozesse insgesamt deutlich beschleunigt werden. Die HiPP-Fachabteilungen freuen sich über eine übersichtliche Anwendung, die auch im Handling sehr komfortabel ist. Dadurch können neue Rezepturen sehr viel effizienter erstellt und dokumentiert werden. Daneben sind viele Features hinzugekommen, die noch mehr Spaß an der Arbeit bringen. Als wesentliche Erfolgsfaktoren für das Projekt definiert der IT-Leiter Lorenz Müller die aktive, intensive Mitwirkung der Fachbereiche, das ausgeprägte analytische Herangehen, das fachliche Know-how und die Entwicklung vor Ort. Das Projekt ist abgeschlossen und bewährt sich nun bestens im Alltag.
"Wesentliche Erfolgsfaktoren für das Projekt
waren die aktive, intensive Mitwirkung der
Fachbereiche, das ausgeprägte analytische
Herangehen, das fachliche Know-how und
die Entwicklung vor Ort."
Lorenz Müller Leiter IT, Hipp

HiPP

Bereits 1899 stellte Hipp die erste Säuglingsnahrung her: Milch, die mit Zwiebackpulver des ideenreichen Konditors Josef Hipp angereichert wurde, damit sie besser sättigte. Der Erfolg des Kinderzwiebackmehls sprach sich herum und aus der kleinen Konditorei wurde ganz nebenbei eine kleine Manufaktur. Einer der Söhne, Georg Hipp gründete 1932 eine eigene Firma in Pfaffenhoffen, die Mitte des 20. Jahrhunderts die Herstellung industriell gefertigter Breikost aufnahm. Die Palette der HiPP Produkte wurde immer breiter, von Säften über Junior-Kost bis zu Fleischzubereitungen, von Kinder-Desserts über Kinder- Menüs bis zu Vollkorn-Früchte-Breien, die über den klassischen Lebensmittel-Einzelhandel, Drogerie-Märkten und Apotheken in ganz Europa vertrieben werden. Besonders stolz ist man auf die Leistungen als Pionier im biologischen Landbau. Bereits 1967 begann Hipp ein Netz aus BIO-Vertragslandwirten aufzubauen. Heute ist der Lebensmittelhersteller der größte Verarbeiter organisch- biologischer Rohstoffe mit einer sehr großen Zahl an Biobauern als Zulieferer. Getreu der Firmenphilosophie, Spitzenqualität herzustellen, besteht ein engmaschiges Kontrollsystem: der Inhalt jedes Gläschens durchläuft vielfältigste Kontrollen, um eine immer gleichbleibende Qualität sicherzustellen.

WEITERE REFERENZEN